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Kurt Schubert: Jüdische Geschichte. München: Beck (Beck’sche Reihe) 62007. 143 S., € 7,90 [Link zum UB-Kat.]


Bereits in den einleitenden Worten gibt der Autor zu erkennen, dass es unmöglich ist, „eine vollständige Geschichte des Judentums zu schreiben“ (S. 7). Schubert muss sich daher auf einzelne Themenbereiche konzentrieren. Im Zentrum seines Werks steht die Sozial- und Religionsgeschichte des mitteleuropäischen Judentums. Welche Stellung hatten die Juden im Mittelalter in der Gesellschaft? Warum bedeuten die Kreuzzüge eine Zäsur für die Juden in Deutschland? Was sind die Ursachen für den modernen Antisemitismus? Diese Fragen werden mehr oder minder ausführlich beantwortet. Der Autor setzt sich relativ ausführlich mit dem spanischen Judentum und jüdischen Händlern im Mittelalter auseinander. Weniger detailliert und lediglich im Zusammenhang mit dem jüdischen Leben in Deutschland und Österreichisch wird dagegen das osteuropäische Judentum mit seinen messianischen Bewegungen und dem Chassidismus erwähnt. Dass die Entstehung des Zionismus nicht nur auf Theodor Herzl, sondern auch auf die osteuropäische Haskala zurückzuführen ist, schildert Schubert in einem weiteren Kapitel. Dem orientalischen Judentum, dem Holocaust und der Geschichte des Staates Israel wird kaum Beachtung geschenkt.

„Jüdische Geschichte“ enthält viele – vielleicht zu viele – Informationen auf engstem Raum. Dem Leser wird daher einiges abverlangt. Darüber hinaus wird einiges Vorwissen – wie zum Beispiel über die mittelalterlichen Pogrome – vorausgesetzt. Auch der sachlich-nüchterne Stil dürfte vor allem StudienanfängerInnen etwas abschrecken.


Nützlichkeit f. StudienanfängerInnen

 



Michael Malcher

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