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Jüdisches Lexikon: Ein enzyklopädisches Handbuch des Jüdischen Wissens in vier Bänden. Berlin: Jüdischer Verlag, 1927ff. [Link zum UB-Kat.]


Das Lexikon wurde zwischen 1927 und 1929 unter Mitarbeit von über 250 internationalen jüdischen Gelehrten von dem damals in Berlin ansässigen Jüdischen Verlag veröffentlicht. Aufwendig und mit den zu der Zeit modernsten Techniken hergestellt, bildete es so etwas wie das erste seiner Art. Die über 2000 Abbildungen, darunter mehr als 500 Portraits sowie Karten und Tabellen weisen auf den hohen Anspruch hin. Die Ausgabe von 1982 ist ein reiner Nachdruck.

Ein Beweggrund für die Herausgabe war das nach dem ersten Weltkrieg gewachsene Bedürfnis der jüdischen Bevölkerung „nach einer der breitesten Schichten zugänglichen, wissenschaftlich orientierten Quelle rascher, umfassender und zuverlässiger Belehrung“ (Bd. I, S. V). Damit sind auch die Benutzerfreundlichkeit, Verständlichkeit und, bei aller Kürze, Ausführlichkeit der einzelnen Artikel angesprochen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit wurden alle wichtigen Gegenstände, Probleme und Personen des jüdischen Lebens aufgenommen, der Schwerpunkt lag dabei auf der damaligen jüdischen Gegenwart.

Breiter Raum wird den Biographien gegeben, nicht nur denen von Juden, sondern auch wichtiger getaufter und ausgetretener Juden, sowie bedeutender Nichtjuden mit einem Verhältnis zum Judentum.

Das Lexikon ist nach alphabetisch geordneten, deutschen oder hebräischen Stichworten aufgebaut. Die hebräischen Stichworte werden in lateinischer Schrift mit den vokalisierten hebräischen Entsprechungen in Klammern dahinter wiedergegeben: z.B. „Arachin“ ( עֲרָכִין) „Schätzungen“. Jedem Artikel folgen Literaturangaben und der Verfassername in Initialen. Ein Verzeichnis der Illustrationen steht am Ende jedes Lexikonbandes. Das Fehlen eines Sach- oder Namensregisters wird teilweise durch ausgiebige Querverweise ausgeglichen.

Benutzerfreundlich und ansprechend. Zwar nicht auf dem neusten Forschungsstand, dennoch aus verschiedenen, nicht nur historischen Gründen auch heute noch nützlich für das Studium.

Nützlichkeit f. StudienanfängerInnen

 



Anette Andrée

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