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Johann Maier: Jüdische Geschichte in Daten. München: Beck (Beck’sche Reihe) 2005. 176 S., € 9.90 [Link zum UB-Kat.]


Das 2005 in der Beck’schen Reihe erschienene Nachschlagewerk bietet einen kompakten und aktuellen Einblick in die Daten und Ereignisse der jüdischen Geschichte in chronologischer Reihenfolge. In kurzen Abschnitten, welche stets mit dem dazugehörigen Datum der christlichen Zeitrechnung überschrieben sind, werden die jeweiligen Geschehnisse wissenschaftlich erläutert.

Dabei beginnt der Autor, ein emeritierter Professor und früherer Lehrstuhlinhaber für Judaistik an der Universität Köln, mit der „Schöpfung der Welt und Urgeschichte“ 3760 v. Chr. und beschreibt als Letztes die Neueröffnung des Holocaustmuseums in Jerusalem im März 2005. Besonders zu erwähnen ist, dass Maier bei Daten, welche ihm besonders bemerkenswert erschienen, ebenso die Jahreszahl des jüdischen Kalenders dazu geschrieben hat. Als Bespiele seien hier die Gründung des Staates Israel am 14. Mai 1948 [5708] oder die Verordnung Ludwigs des Frommen zur Rückerstattung jüdisches Besitzes bei christlichen Übergriffen im Jahre 839/840 [4600] erwähnt.

Zur besonderen Hilfestellung bei der Suche nach einzelnen Daten wurden die Jahreszahlen im Buch stets in eine historische Epoche der jüdischen Geschichte eingeordnet. So sind beispielsweise die Ereignisse von 1881-1948 mit dem Titel „Antisemitismus, Nationalismus, Zionismus und die Shoah“ überschrieben.

Als Einstiegswerk für Studienanfänger der Judaistik ist die „Jüdische Geschichte in Daten“ uneingeschränkt zu empfehlen. Vor allem die klar strukturierte Herangehensweise an die historischen Ereignisse erleichtert auch LeserInnen, welche völlig ohne Vorkenntnisse sind, die Handhabung. Aufgrund des großen Nutzens des Werkes gegenüber dem geringen Anschaffungspreis ist der Erwerb durchaus anzuraten.


Nützlichkeit f. StudienanfängerInnen

 



Michaela Roßberg

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